Per Mobilfunkkärtchen ins Internet
Mit HSDPA und einer Mobilfunkkarte sichern einige Notebooks der neueren Generation das mobile Surfen ohne Surfstick
Der neueste Trend ist das mobile Internetsurfen mit dem Notebook. Zuerst machten die Surfsticks für den USB-Anschluss Furore, jetzt ist es das in die Rechner eingebaute HSDPA-Modul, mit dem mittels einer Mobilfunkkarte problemlos gesurft werden kann. HSDPA steht für High Speed Downlink Access oder UMTS-Broadband und bietet DSL-ähnliche Geschwindigkeiten. Damit werden Standards von 3,6 oder 7,2 MBit/s unterstützt. Es gilt also, beim Kauf eines solchen Notebooks genau hinzusehen, wie schnell das Modul ist. Der Vorteil dieser Lösung ohne Surfstick ist die Einsparung eines USB-Anschlusses, mit dem die meisten Notebooks ohnehin nicht üppig gesegnet sind. Die Datenkarte, die wie eine herkömmliche Handy-Karte aussieht, wird mit dem Akku des Notebooks in einen dafür vorgesehenen Slot eingeschoben. Es öffnet sich dann auf dem Monitor nach Anklicken des jeweiligen Symbols des Netzbetreibers von T-Mobile oder Vodafone z.B. ein Fenster, wo die PIN und die Art der Verbindung – meist EDGE oder HSDPA – angeklickt werden müssen. Danach muss „Internet“ oder eben der Browser auf dem Rechner gestartet werden. Die Übertragungsgeschwindigkeiten können ebenfalls gut überprüft werden.
Interessanterweise gibt es die Modelle mit HSDPA bei den kleinpreisigen Netbooks und bei den eher hochpreisigeren und gut ausgestatteten Notebooks. Sony bietet eine große Bandbreite an verschiedenen Modellen und hat sich der neuen Technik schon ziemlich schnell verschrieben. Mit dem Sony Vaio VGN-Z11WN/B geht es mit Intel Core 2 Duo Prozessor, 4 GB DDR3-1066 SD RAM zügig mit einer D1-Karte von T-Mobile (gibt es 30 Tage zum Gratistest) zügig und recht zuverlässig ins Internet. Der Festplattenspeicher des Subnotebooks umfasst 250 GB. Der 13-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von 1600 x 900 liefert dank der Grafikkarte von NVIDIA GeForce 9300 M ein exzellentes, messerscharfes Bild. Nur der Sound könnte besser sein, er klingt etwas blechern. Zwei USB-Anschlüsse sind für das hochpreisige Gerät von 2299 Euro etwas mager. Dafür ist es sehr leicht, weil es überwiegend aus Kunsstoff besteht (1,49 Kilogramm) und für unterwegs bestens geeignet. Vista Business gehört ebenso dazu wie Photoshop Elements 6.0, Google Picasa und eine Docking-Station sowie eine Fingerabdruckkennung per Sensor.
Etwas günstiger ist der Sony Vaio VGN-Z21MN/B mit 4 GB RAM, 200 GB Festplattenspeicher, 13,1 Zoll und Vista Business und HSDPA für rund 1586 Euro. Bei HTC gibt es das HTC X9500 Shift als Ultra Mobile PC mit 1 GB RAM, 7 Zoll und EDGE, GPRS, HSDPA und UMTS sowie Vista Business für einen Durchschnittspreis von 1000 Euro zu haben. Fujitsu Siemens wartet mit dem Tablet PC mit 2 GB RAM, 160 GB Festplattenspeicher, 12,1 Zoll, einem Akku mit sechs Stunden Laufzeit und GRPS, UMTS, EDGE sowie HSDPA für 1913 Euro auf. Bei Toshiba kostet der Portégé R500 mit 2 GB RAM, 64 GB Festplattenspeicher, Vista Business, 12,1 Zoll mit UMTS, GPRS, EDGE und HSDPA 1734 Euro. Der Asus Lamborghini VX3-2P009J klingt nicht nur teuer, er ist es mit veranschlagten 2371 Euro auch. Immerhin bietet der Hersteller 4 GB RAM, 320 GB Festplattenspeicher, 12,1 Zoll, Vista Ultimate, eine Webcam und HDSPA sowie ein Leichtgewicht von 1,68 Kilogramm.
Auch IBM bietet mit dem Thinkpad Tbo ein Modell mit UMTS, HSDPA, ferner 1 GB RAM, 80 GB Festplattenspeicher, 14,1 Zoll und XP Professional. Positiv ist der 6-Zellen-Li-Io-Akku, aber das Gewicht ist mit 2,46 Kilogramm nicht gerade wenig für ein Notebook. Panasonic hat ein ToughBook CF-19 für sage und schreibe 4983 Euro Durschnittspreis anzubieten mit gerade einmal 512 MB RAM, 80 GB Festplattenspeicher, 10,4 Zoll, XP Professional, 2,1 Kilogramm Gewicht und immerhin acht Stunden Akkulaufzeit. Auch der Samsung Q1 Ultra Pro 800 Bartez verfügt nur über 60 GB Festplattenspeicher, aber 1 GB RAM, Windows XP Tablet PC Edition und eine Webcam für rund 1300 Euro.
Wesentlich günstiger sind die Netbooks wie das von LGX110 mit 10 Zoll, 512 MB RAM, einer Festplatte von 80 GB, einem Gewicht von 1,19 Kilogramm und UMTS. Es kostet rund 400 Euro. Den Acer Aspire one A150X-3G gibt es mit 1 GB RAM, 160 GB Festplatenspeicher, 8,9 Zoll, 1,2 Kilogramm, einer Webcam, Mikrofon, einem 3-Zellen-Akku und XP Home bei T-Mobile für 1 Euro mit einem 24monatigen Vertrag von monatlich 39,95 Euro mit Flatrate für’s Internetsurfen.
© Corinna S. Heyn (2009)
Sony Vaio VGN
Z11WN/B
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Asus Lamborghini
VX3-2P009 J
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IBM Thinkpad
X200s NS23RGE
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Netbook LG
X110
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Acer Aspire
One A150X-3G
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13,1 Zoll
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12,1 Zoll
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12,1 Zoll
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10 Zoll
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8,9 Zoll
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Intel Core 2
Duo Prozessor
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1,6 GHz Intel Atom
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Webcam
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Webcam
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Webcam
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Webcam
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Webcam
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4 GB RAM
|
4 GB RAM
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1 GB RAM
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1 GB RAM
|
1 GB RAM
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250 GB Fest-
platte
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320 GB Fest-
plattenspeicher
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250 GB Fest-
plattenspeicher
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160 GB Fest-
Plattenspeicher
|
160 GB Fest-
|
1,49 Kilogramm
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1,68 Kilogramm
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1,1 Kilogramm
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1,2 Kilogramm
|
1,2 Kilogramm
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XP Home
|
XP Home
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HSDPA
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HSDPA
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HSDPA/UMTS
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UMTS/HSDUPA
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UMTS
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2299 Euro
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2371 Euro
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1462 Euro
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1 Euro mit 24-Monats-Vertrag bei T-Mobile
Download bis zu 7,2 MBit/s, Upload bis zu 2 MBit/s
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1 Euro mit 24-Monats-Vertrag bei T-Mobile
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(Stand: 2009)
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